Umfassendes Benutzerhandbuch
Meistern Sie Opti-Planning bis ins kleinste Detail: von der Konfiguration Ihrer Mitarbeiter bis zur Erstellung perfekter Dienstpläne unter Berücksichtigung rechtlicher und finanzieller Rahmenbedingungen. Dieses umfassende Handbuch begleitet Sie Schritt für Schritt.
1. Die Philosophie von Opti-Planning
Opti-Planning ist keine einfache Tabellenkalkulation. Es handelt sich um eine KI-Engine (kombinatorischer Solver), die direkt und lokal in Ihrem Browser ausgeführt wird und somit die vollständige Vertraulichkeit Ihrer Daten gewährleistet.
Das Ziel ist es, Millionen von Kombinationen pro Sekunde zu berechnen, um die bestmögliche Einteilung Ihrer Mitarbeiter zu finden – unter gleichzeitiger Berücksichtigung dreier grundlegender Dimensionen, die oft im Zielkonflikt stehen:
- Bedarf (Bedarfsabdeckung): Haben Sie die richtige Anzahl an Personen zur richtigen Zeit mit den passenden Qualifikationen, um Ihren Betrieb zu führen? Das hat für die Engine oberste Priorität.
- Rechtliche Vorgaben (Harte Kriterien): Hält der Dienstplan die Höchstarbeitszeiten, gesetzliche Ruhezeiten (z. B. 11 Std. zwischen zwei Schichten), die maximale Tagesarbeitszeit (z. B. max. 13 Std.) und die aufeinanderfolgenden Arbeitstage ein?
- Fairness und Mitarbeiterwünsche (Weiche Kriterien): Sind unbeliebte Schichten (z. B. Schließzeiten, Wochenenden) gerecht im Team verteilt? Werden Wünsche und Abwesenheiten der Mitarbeiter bestmöglich berücksichtigt?
Schnellstart: Vorlagen (Templates)
Um sich mit dem Tool vertraut zu machen, klicken Sie oben rechts in der Anwendung auf die Schaltfläche „Vorlage anzeigen“. Damit können Sie sofort einen vollständigen Beispieldatensatz laden, der auf Ihre Branche zugeschnitten ist (Gastronomie, Krankenhaus, Einzelhandel, 3-Schicht-Betrieb usw.), und testen, wie die KI reagiert.
2. Allgemeine Konfiguration und KI
Oberflächenmodus
Bevor Sie beginnen, können Sie die Benutzeroberfläche übersichtlicher gestalten, indem Sie erweiterte Module über die Kontrollkästchen am oberen Bildschirmrand aktivieren oder deaktivieren: „Sequenzen aktivieren“ und „Finanzaspekte aktivieren“. Dadurch werden nicht benötigte Spalten und Bereiche ausgeblendet.
Dienstplankonfiguration
- Datum und Dauer: Legen Sie das Startdatum und die Gesamtdauer (bis zu 366 Tage) fest.
- Erster Tag der Woche: Entscheidend für die Berechnung wöchentlicher Überstunden. Wenn Ihre Abrechnungswoche am Montag beginnt, stellen Sie sicher, dass diese Option auf Montag eingestellt ist.
Export
Legen Sie das CSV-Trennzeichen (Semikolon, Komma oder Tabulator) für alle Exporte der Anwendung fest, um die Kompatibilität mit Ihrer Excel-Version oder Ihrer Lohnbuchhaltungssoftware zu gewährleisten.
Optimierungskonfiguration (Das Gehirn der KI)
Diese Parameter steuern das Verhalten der Berechnungs-Engine:
- Intensität und Max. Zeit: Bestimmt die Berechnungstiefe. „Einfach“ ist sehr schnell, während „Intensiv“ länger sucht (bis zu dem in Sekunden festgelegten Zeitlimit), um komplexe Situationen zu lösen oder Kosten auf den Cent genau zu optimieren.
- Prioritätentrennung: Legt fest, wie die KI Kompromisse eingeht. Im Modus „Flexibel“ kann die KI eine höherrangige Regel verletzen, wenn dadurch viele nachrangige Regeln eingehalten werden können. Im Modus „Strikt“ gilt die Prioritätenfolge absolut.
- Fairness-Ziele: Wählen Sie hier die Schichten (z. B. Nachtschichten, Wochenenden) aus, die die KI möglichst gleichmäßig auf alle Mitarbeitenden verteilen soll.
Strategische Prioritäten (Drag & Drop)
Sie können die 3 Hauptziele der KI (Kosten, Fairness, Wünsche) per Drag & Drop neu anordnen. Das Ziel ganz oben auf der Liste hat für die KI oberste Priorität.
Fortgeschrittener Tipp: Über die kleine Schaltfläche zwischen zwei Zielen können Sie zwischen > (Strikt größer als) und >= (Gleichheit) wechseln. Wenn Sie „Kosten >= Fairness“ einstellen, behandelt die KI beide Ziele mit genau derselben Priorität.
3. Schritt 1: Schichten und Qualifikationen
Bevor Sie beginnen, müssen Sie den Rahmen Ihrer Betriebstätigkeit festlegen. Diese Elemente dienen als Grundlage für die gesamte Einsatzplanung.
Schichten (Shifts)
Eine Schicht definiert ein standardisiertes Arbeitszeitfenster (z. B. FRÜH, SPÄT, NACHT). Sie verfügt über eine Startzeit, eine Endzeit und eine Pausendauer in Minuten. Die Pause wird für die Ermittlung der Arbeitsstunden und die Lohnabrechnung automatisch von der tatsächlichen Arbeitszeit abgezogen.
Wichtiger Hinweis: Liegt die Endzeit vor der Startzeit (z. B. 22:00 bis 06:00 Uhr), erkennt das System automatisch, dass es sich um eine Nachtschicht handelt, die am folgenden Tag endet. Die Ruhezeit wird entsprechend berechnet.
Qualifikationen (Skills)
Definieren Sie die für Ihren Betrieb erforderlichen Rollen, zum Beispiel Küche, Service, Bar, Schichtleiter, Pflegekraft, Pflegehelfer. Ein Mitarbeiter kann über eine oder mehrere dieser Qualifikationen verfügen (Flexibilität), und ein Bedarf wird immer für eine bestimmte Qualifikation angegeben.
4. Schritt 2: Die Mitarbeiterübersicht
Hier legen Sie das rechtliche und vertragliche Profil jedes Mitarbeiters fest. Jede Spalte wirkt sich direkt auf die Berechnungen des Solvers aus. Eine präzise Konfiguration ist der Schlüssel zu einem erfolgreichen Dienstplan.
| Optional. Wird nur verwendet, wenn Sie den erstellten Dienstplan über die Schaltfläche „Teilen“ direkt per E-Mail an den Mitarbeiter senden möchten. | |
| Vertrag | Festangestellt: Die künstliche Intelligenz versucht, sich der maximalen Stundenzahl anzunähern, um das Festgehalt optimal zu nutzen. Aushilfe (Verstärkung): Die künstliche Intelligenz vermeidet deren Einsatz, außer um einen kritischen Personalengpass auszugleichen. |
| Teilwochen (Beginn/Ende) | Beginnt Ihr Dienstplan nicht am ersten Tag Ihrer Abrechnungswoche, sind die erste und die letzte Woche „Teilwochen“. Sie können wählen, wie das Stundenkontingent für diese verkürzten Wochen berechnet werden soll: Proportional (berechnet automatisch anteilig nach Tagen), Manuell (Sie geben das genaue Kontingent ein) oder Kopie (verwendet das Kontingent einer vollständigen Woche). |
| Max Std./Woche & Überstd. | Die vertragliche Basisarbeitszeit und die maximal zulässigen Überstunden pro Woche. Ein Überschreiten der Gesamtsumme führt zu einem blockierenden Fehler. |
| Stundensatz & Zuschlag | Bruttostundensatz und Multiplikator (z. B. 1,25 für +25 %). Werden verwendet, um die Gesamtkosten zu berechnen und die künstliche Intelligenz zu steuern. |
| Min. Ruhezeit & Max. Spanne | Die gesetzlich vorgeschriebene Ruhezeit zwischen zwei Schichten (z. B. 11 Std.) und die maximale tägliche Arbeitsspanne (z. B. 13 Std.). Auf 0 setzen, um die Funktion zu deaktivieren. |
| Schichten/Tag & Aufeinanderf. Tage | Maximale Anzahl an Schichten pro Tag (2 erlaubt Teilschichten, 1 erzwingt durchgehende Schichten) und maximale Anzahl aufeinanderfolgender Arbeitstage. |
| Vorgegebene Sequenzen | Wählen Sie die Arbeitssequenzen (Schichtrotationen, Zyklen) aus, die dieser Mitarbeiter einhalten muss. Die künstliche Intelligenz sorgt für eine optimale Platzierung im Dienstplan. |
5. Schritt 3: Personalbedarf
Geben Sie taggenau an, wie viele Personen für jede Schicht und jede Qualifikation benötigt werden. Dies ist das Ziel, das die KI zu erreichen versucht.
Die Leistungsfähigkeit der Vorlagen (Presets)
Sie können für denselben Tag mehrere Vorlagen erstellen, indem Sie auf + Preset klicken. Erstellen Sie beispielsweise eine Vorlage „Nebensaison“ und eine Vorlage „Hauptsaison“ oder „Sonne“ und „Regen“. Anschließend können Sie mit einem einfachen Klick (Radio-Button) zwischen den Vorlagen wechseln, um zu sehen, wie sich der Dienstplan anpasst. Die aktive Vorlage (blau hervorgehoben) wird an die künstliche Intelligenz übermittelt.
- Verwenden Sie die Schaltfläche „Vortag kopieren“, um den gesamten Bedarf des Vortags schnell zu duplizieren.
- Nutzen Sie den kleinen Pfeil neben einer Vorlage, um die Werte der links davon liegenden Vorlage zu kopieren.
- Rot markierte Zellen weisen auf einen ungültigen Wert hin (muss eine positive Zahl sein).
6. Schritt 4: Dienstplan-Editor und Regeln
Sobald Mitarbeiter und Personalbedarf definiert sind, klicken Sie auf „Optimieren“. Die Engine löscht alle nicht fixierten Zuweisungen und berechnet die bestmögliche Kombination.
Anzeige und Lesbarkeit
Sie können die Breite und Höhe der Zellen mithilfe der Regler am oberen Rand des jeweiligen Gitters anpassen, um die Lesbarkeit zu verbessern. Die Breiten der Bedarfs- und Dienstplangitter sind synchronisiert, um das vertikale Ablesen zu erleichtern.
Unvorhergesehenes verwalten: Das Regelsystem (Sperren und Wünsche)
Klicken Sie in der Ergebnisraster-Ansicht auf eine beliebige Zelle, um das Regelmenü zu öffnen. Hier verwalten Sie Urlaub, Krankheiten, Präferenzen oder manuelle Zuweisungen.
1. Verbindlichkeit der Regel
- Zwingend (Sperre): Die künstliche Intelligenz MUSS diese Regel einhalten. Wenn dies mathematisch unmöglich ist (z. B. jemanden zur Arbeit einteilen, der sein Stundensoll bereits erreicht hat), meldet sie einen blockierenden Fehler.
- Präferenz (Wunsch): Die künstliche Intelligenz versucht im Rahmen des Möglichen, die Regel gemäß der zugewiesenen Gewichtung (von 1 bis 5) und der strategischen Priorität „Wünsche berücksichtigen“ einzuhalten.
2. Regelaktion
- Abwesenheit: Blockiert jede Zuweisung an diesem Tag (Urlaub, Krankheit, verordneter Ruhetag).
- Strikte Zuweisung: Weist dem Mitarbeiter genau eine Schicht UND eine bestimmte Qualifikation zu.
- Anwesenheit (freie Qualifikation): Teilt den Mitarbeiter für eine Schicht ein, überlässt jedoch der künstlichen Intelligenz die Wahl der Qualifikation je nach Bedarf.
- Bedingte Regel: Wenn er an diesem Tag arbeitet, MUSS er diese Qualifikation ausüben (die KI kann ihn jedoch auch für einen Ruhetag einteilen).
- Sperren: Verhindert, dass der Mitarbeiter in einer bestimmten Schicht oder mit einer bestimmten Qualifikation arbeitet.
Schaltflächen für Schnell- und Massenaktionen
- Alles sperren: Wandelt alle von der KI berechneten Zuweisungen in strikte Regeln um. Nützlich, wenn Sie mit dem Dienstplan zufrieden sind und eine Basis fixieren möchten, bevor Sie die Optimierung für den Rest erneut ausführen.
- Alles entsperren: Entfernt alle manuellen Regeln (Sperren und Wünsche), behält jedoch den berechneten Dienstplan bei.
- Berechnungen löschen: Entfernt die KI-Zuweisungen, behält aber Ihre manuellen Regeln bei.
- Alles zurücksetzen: Setzt das Raster vollständig zurück (Zuweisungen und Regeln).
- Vortag kopieren: Verfügbar im Kopfbereich jedes Tages (um alle Regeln des Vortags zu kopieren) oder im Popover eines Mitarbeiters (um nur dessen Regeln zu kopieren).
- Menü „Regel-Aktionen“: Ermöglicht das gesammelte Löschen aller strikten Sperren, aller Präferenzen oder das Umwandeln aller strikten Sperren in Präferenzen mit einer bestimmten Gewichtung.
- Regeln exportieren: Lädt eine CSV-Datei herunter, die den aktuellen Dienstplan vollständig in Regeln umgewandelt enthält. Sie können diese Datei in Excel bearbeiten und anschließend über „CSV-Import“ erneut importieren, um einen vollständigen Dienstplan vorzugeben.
Das Warnungs-Dashboard
Oberhalb des Planzettels gelegen, listet dieses Panel alle Regelverstöße auf. Blockierende Fehler (Rot) bedeuten, dass der Dienstplan unzulässig ist (z. B. Nichteinhaltung der Ruhezeiten) oder eine Unterbesetzung vorliegt. Geringfügige Fehler (Orange) betreffen die Nichteinhaltung von Wünschen oder weichen Quoten. Sie können diese Tabelle nach Mitarbeiter, Tag oder Fehlertyp filtern. Klicken Sie auf einen Fehler, um das Raster auf die betreffende Zelle zu zentrieren.
7. Schritt 5: Finanzregeln
Über das Panel Finanzregeln können Sie bestimmten Zuweisungen feste Zuschläge hinzufügen, unabhängig vom Basisstundenlohn.
- Klicken Sie auf ein Feld im Raster, um einem Mitarbeiter für einen bestimmten Tag einen Zuschlag hinzuzufügen.
- Sie können gezielt ein bestimmtes Zeitfenster (z. B. Nachtzulage), eine bestimmte Qualifikation (z. B. Funktionszulage) oder beides auswählen.
- Nutzen Sie die Schaltfläche "T-1 kopieren", um die Zuschläge des Vortags schnell zu übernehmen.
- Diese Zuschläge werden automatisch in die Gesamtkostenberechnung des Mitarbeiters im Reiter Analyse einbezogen. Die KI versucht, diese zu minimieren, wenn das Ziel "Kosten minimieren" aktiv ist.
8. Schritt 6: Analyse und Dashboards
Diese Dashboards ermöglichen Ihnen, die Qualität des generierten Dienstplans aus verschiedenen Blickwinkeln zu überprüfen. Sie können zwischen einer Wochen- und einer Monatsansicht wechseln.
Arbeitslastanalyse
Erkennen Sie dank der Fortschrittsbalken auf einen Blick, ob Ihre Mitarbeiter ihre Sollarbeitszeit unterschreiten oder Überstunden leisten. Überschreitungen des Basisvertrags werden gelb dargestellt, und Überschreitungen des zulässigen Überstundenkontingents werden rot hervorgehoben.
Finanzanalyse
Schätzen Sie die genauen Personalkosten Ihres Dienstplans. Die Tabelle schlüsselt diese für jeden Mitarbeiter wie folgt auf:
- Basis: Die Kosten der Normalarbeitszeit (oder das garantierte Festgehalt).
- Überstunden: Die Kosten der Überstunden (inklusive Zuschlägen).
- Zuschläge: Die Summe der in den Finanzregeln festgelegten festen Zuschläge.
- Gesamt: Die Gesamtkosten pro Periode.
- Hochgerechnete Kosten: Eine Hochrechnung der Kosten auf 30 Tage basierend auf dem aktuellen Dienstplan – nützlich für kurze Planungszeiträume.
Fairness-Analyse
Stellen Sie sicher, dass schwierige Schichten (in den Einstellungen definiert, z. B. Nächte, Wochenenden) fair auf alle Mitarbeitenden verteilt sind. Das Diagramm zeigt Ihnen die Anzahl der Zuweisungen für diese Zielschichten pro Person.
Wunschanalyse
Messen Sie die Zufriedenheit Ihres Teams. Diese Tabelle vergleicht die Anzahl der von jedem Mitarbeitenden geäußerten Wünsche (manuelle, nicht-blockierende Regeln + Sequenzpräferenzen) mit den Wünschen, die von der künstlichen Intelligenz im finalen Dienstplan tatsächlich berücksichtigt wurden.
9. Datenimport via CSV
Um Zeit zu sparen, ermöglicht Ihnen Opti-Planning den Massenimport Ihrer Daten aus Excel- oder CSV-Dateien. Diese Funktion steht für Mitarbeitende, Bedarfe, Regeln (Sperren) und Zuschläge zur Verfügung.
Wie funktioniert der Import?
- Klicken Sie im entsprechenden Bereich auf die Schaltfläche „CSV-Import“.
- Wählen Sie Ihre Datei aus. Das System erkennt das Trennzeichen (Komma, Semikolon, Tabulator) automatisch.
- Der Mapping-Schritt: Dies ist der entscheidende Schritt. Das System versucht, die Spalten Ihrer Datei durch Auslesen der Kopfzeilen automatisch den Feldern von Opti-Planning zuzuordnen. Sie können diese Zuordnungen über die Dropdown-Listen manuell korrigieren.
- Prüfen Sie die Datenvorschau und bestätigen Sie anschließend den Import. Eventuelle Fehler (z. B. nicht gefundener Mitarbeiter) werden vor der Bestätigung aufgelistet.
10. Teilen und Kommunikation
Sobald der Dienstplan freigegeben ist, können Sie ihn über die Schaltfläche „Teilen“ oben rechts in der Anwendung direkt an Ihre Teams übermitteln.
Einzelversand
Klicken Sie im Dropdown-Menü auf das E-Mail-Symbol neben dem Namen eines Mitarbeiters. Die Anwendung generiert eine Textnachricht, die nur dessen persönlichen Dienstplan enthält, und öffnet Ihr Standard-E-Mail-Programm.
Gültiger Gruppenversand
Wählen Sie mehrere Mitarbeitende mithilfe der Kontrollkästchen aus und klicken Sie unten im Menü auf die Schaltfläche „E-Mail“. Die Anwendung generiert eine Gesamtnachricht mit dem Dienstplan des gesamten Teams. Hinweis: E-Mail-Adressen werden zum Schutz der Privatsphäre im Bcc eingefügt.
11. Sicherung und Export
Opti-Planning läuft vollständig in Ihrem Browser. Um keine Daten zu verlieren, stehen Ihnen über das Menü „Datei“ und die Schaltfläche „PDF/CSV-Export“ verschiedene Optionen zur Verfügung:
Menü Datei (Sicherungen)
- Neu (Alles leeren): Setzt die Anwendung vollständig zurück.
- Cloud: Erstellen Sie ein kostenloses Konto, um Ihre Dienstpläne auf unseren sicheren Servern zu speichern, umzubenennen und zu laden.
- Lokal (.ezopti): Laden Sie eine verschlüsselte Sicherung für die Offline-Nutzung auf Ihren Computer herunter oder importieren Sie diese.
PDF- und Excel-Export
- PDF: Generiert ein druckbares Dokument mit dem Dienstplan jedes ausgewählten Mitarbeiters (einer pro Seite).
- Excel CSV: Generiert eine globale Übersichtstabelle (Datenbankformat).
- Individuelle PDFs / CSVs: Generiert und lädt eine separate Datei für jeden ausgewählten Mitarbeiter herunter.
- Gesamtexport CSV: Lädt alle Anwendungsdaten (Mitarbeiter, Bedarfe, Regeln etc.) in einen Ordner herunter.
12. Erweiterte Funktion: Arbeitssequenzen
Sequenzen sind das leistungsstärkste Werkzeug in Opti-Planning. Sie ermöglichen es, komplexe Arbeitsmuster, Schichtmodelle (z. B. 3x8, 5x8) oder spezifische Tarifvertragsregeln zu modellieren und Ihren Mitarbeitern zuzuweisen.
Relative Zeit verstehen
Es ist von entscheidender Bedeutung zu verstehen, dass alle in einer Sequenz definierten Zeitangaben relativ zur Sequenz selbst und nicht zum Gesamthorizont Ihres Dienstplans sind. Tag 1 entspricht dem ersten Tag, an dem die Sequenz für einen bestimmten Mitarbeiter beginnt. Wenn eine 7-Tage-Sequenz am 15. des Monats beginnt, ist Tag 1 der Sequenz der 15., Tag 2 der 16. usw. Erweiterte Regeln werden nur innerhalb dieses genauen Zyklus ausgewertet.
1. Erstellung und Verankerung
Nutzen Sie + Neue Sequenz, um einen Zyklus von Grund auf zu erstellen, oder + Horizon-Sequenz, um eine Sequenz zu erstellen, die genau der Länge Ihres aktuellen Dienstplans entspricht. Die Verankerung legt fest, wann die Sequenz startet (absolute Daten) und ob sie sich zyklisch wiederholt (Zyklisch).
2. Tagesregeln
Für jeden Tag der Sequenz legen Sie fest, was der Mitarbeiter TUN MUSS oder NICHT TUN DARF. Bsp.: „Tag 1: Muss FRÜHSCHICHT machen“, „Tag 2: Darf nicht NACHTSCHICHT machen“.
3. Gleitende Kontingente
Ermöglicht die Begrenzung des Auftretens eines Ereignisses. Beispiele:
- Gesamter Zyklus: „Maximal 2 Nachtschichten über die gesamte 14-Tage-Sequenz“.
- Gleitendes Fenster: „Maximal 1 gearbeitetes Wochenende von 2“ (14-Tage-Fenster, max. 2 Tage vom Typ ‚Wochenende‘).
4. Bedingte Regeln
Erstellen Sie logische Verknüpfungen. Beispiel: „WENN am Sonntag eingeteilt, DANN DARF der Montag KEINE Einteilung enthalten“ (Ausgleichsruhezeit).
5. Übergänge
Schreiben Sie eine Mindestruhezeit direkt vor Beginn von Tag 1 der Sequenz und direkt nach dem Ende des letzten Tages der Sequenz vor. Nützlich für Zykluswechsel (z. B. Übergang von Nacht- auf Frühschicht).
- Priorität: Der Übergang kann hart blockierend sein oder als einfache Präferenz (mit Gewichtung) definiert werden.
- Strikter Modus: Wenn aktiviert, wird die Ruhezeit exakt an der Grenze der Sequenz berechnet. Andernfalls sucht die Engine nach der Ruhezeit irgendwo zwischen dem letzten Schichtfenster und dem Beginn der Sequenz.
13. Erweiterte Funktion: Das Herzstück der Künstlichen Intelligenz
Um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen, ist es essenziell zu verstehen, wie die künstliche Intelligenz arbeitet. Der Solver funktioniert über ein Strafpunktesystem. Jedes Mal, wenn eine Regel verletzt wird, erhält die künstliche Intelligenz Strafpunkte. Ihr einziges Ziel ist es, den Dienstplan mit dem geringstmöglichen Strafpunktestand zu finden.
Um maximale Flexibilität bei gleichzeitig rechtssicheren Dienstplänen zu gewährleisten, ist das System in zwei Hauptebenen unterteilt: Absolute und Relative Bedingungen.
A. Die Absolute Ebene: Harte Bedingungen
Dies sind unumstößliche Regeln. Die Engine lässt eher eine Schicht unbesetzt, als diese Regeln zu verletzen. Wenn eine Situation jedoch mathematisch unmöglich ist, muss die künstliche Intelligenz eine Entscheidung treffen. Dazu nutzt sie eine strikte Hierarchie der harten Strafpunkte:
Stufe 1: Manuelle Regeln und Qualifikationen
Das ist die oberste Regel. Wenn Sie eine harte Regel im Dienstplan festlegen oder ein Mitarbeiter nicht über die erforderliche Qualifikation verfügt, wird die künstliche Intelligenz diese Regel niemals verletzen.
Stufe 2: Harte Sequenzen und Aufeinanderfolgende Tage
Direkt darunter liegen als hart definierte Sequenzregeln sowie die Einhaltung der maximalen Anzahl aufeinanderfolgender Arbeitstage und der maximalen Schichten pro Tag.
Stufe 3: Ruhezeiten, Max. Stunden und Tagesarbeitszeit
Die Einhaltung der Mindestruhezeit zwischen zwei Schichten, die Obergrenze für Überstunden und die maximale tägliche Arbeitsspanne.
Stufe 4: Bedarf und Besetzungsanforderungen
Dies ist die schwächste harte Bedingung. Das bedeutet, dass die künstliche Intelligenz eine Stelle immer eher unbesetzt lässt, als einen Mitarbeiter einzuteilen, der keine Ruhezeit hatte oder im Urlaub ist.
B. Die Relative Ebene: Strategische Prioritäten und Wünsche
Sobald die harten Bedingungen erfüllt sind, nutzt die künstliche Intelligenz die Komponente „Strategische Prioritäten“, um zwischen Ihren verschiedenen Zielen abzuwägen. Die Reihenfolge dieser Prioritäten bestimmt den Strafmultiplikator.
- Priorität 1: Hoher Multiplikator
- Priorität 2: Mittlerer Multiplikator
- Priorität 3: Niedriger Multiplikator
1. Kosten minimieren
Die künstliche Intelligenz erfasst jede einzelne Überstunde. Sie bevorzugt Mitarbeiter in Festanstellung, die ihr Soll noch nicht erreicht haben, und vermeidet den Einsatz von Aushilfskräften so weit wie möglich. Zudem versucht sie, finanzielle Prämien zu minimieren.
2. Gerecht verteilen
Die künstliche Intelligenz ermittelt, wie oft jeder Mitarbeiter den in der Konfiguration festgelegten Fairness-Zielen zugewiesen wird. Sie verteilt lieber 2 schwierige Schichten an jeden, anstatt 4 an eine Person und 0 an die anderen.
3. Wünsche berücksichtigen
Alle nicht-bindenden Regeln werden als Wünsche bezeichnet. Jeder Wunsch hat eine Gewichtung von 1 bis 5:
- Gewichtung 5: Sehr wichtig
- Gewichtung 4: Wichtig
- Gewichtung 3: Standard
- Gewichtung 2: Gering
- Gewichtung 1: Optional
Die finale Strafe für einen nicht erfüllten Wunsch berechnet sich wie folgt: Basispunkte der Gewichtung multipliziert mit dem Multiplikator des Ziels „Wünsche“ in den strategischen Prioritäten.
Für fortgeschrittene Nutzer: Der Kumulationseffekt
Strategische Ziele werden durch einen Multiplikationsfaktor getrennt, den Sie über den folgenden Parameter anpassen können:Trennung der Prioritäten :
- Flexibel:Kosten summieren sich schnell. Die KI kann die Verletzung eines übergeordneten Ziels in Kauf nehmen, wenn dadurch mehrere untergeordnete Ziele erfüllt werden können.
- Standard (Ausgewogen):Es ist eine große Anzahl sekundärer Verletzungen erforderlich, um eine priorisierte Verletzung auszugleichen.
- Strikt:Absolute Priorität für die Reihenfolge. Die KI wird ein priorisiertes Ziel fast nie für sekundäre Ziele opfern.
Das ist kein Fehler, sondern einegewollte Funktion. Der Kumulationseffekt ermöglicht es der künstlichen Intelligenz, den Wendepunkt zu finden, an dem das Gesamtwohlbefinden eine strenge finanzielle Regel übertrifft und umgekehrt. Wenn wir beispielsweise die Prioritäten um den Faktor eine Million trennen (der Wert des Parameters 'Prioritätentrennung' lautet in diesem Fall 'Strikt'), kann die künstliche Intelligenz entscheiden, 1000 Mitarbeiter extrem unglücklich zu machen, nur um einen einzigen Euro an Kosten zu sparen.
14. Fehlerbehebung und Updates
Browser-Cache leeren
Opti-Planning wird regelmäßig weiterentwickelt, um Ihnen eine bessere Leistung zu bieten (insbesondere durch Updates der WebAssembly-KI-Engine). Wenn Sie nach einem Update unerwartetes Verhalten, Berechnungsfehler oder Anzeige-Probleme feststellen, besteht der erste Schritt darin, Ihren Browser-Cache zu leeren (Strg+F5 oder Cmd+Shift+R). Dadurch wird das Herunterladen der neuesten Version der Anwendung und der Optimierungs-Engine erzwungen.